Sozialprojekt Tablada

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TABLADA DE LURIN ; SOZIALPROJEKT UNSERER KIRCHE SAN JOSÉ

Ins Leben gerufen wurde dieses Projekt 1990; gleich nach dem so genannten „Fujishock“; und zwar von den damaligen Priestern in San Jose und in Tablada de Lurín: Pfarrer Wolfgang Klock und Padre Jorge; zusammen mit Peter Spittler. Gegründet wurden erst Essstätten; so genannte „comedores“ für die Kinder aus der Zone. Alle kritisch unterernährten Kinder zwischen  eins und sechs Jahren wurden  in das Programm aufgenommen. Von Anfang an war dies die  Zielgruppe, da eine Unterernährung in den ersten Lebensjahren  zur Folge hat, dass die körperliche, geistige und seelische Entwicklung zurückbleibt. Wird diesem Rückstand nicht mit einer entsprechenden Ernährung entgegengearbeitet,  haben die Kinder weniger Bildungs- und Berufschancen. Der Kreislauf von Armut wäre in diesem Fall vorgezeichnet. Anfangs bekamen die Kinder ihre Essensration mit nach Hause. Bald zeigte sich die Notwendigkeit einer besseren Kontrolle  und man gründete Ganztagesstätten, in denen die Kinder  von 8 bis 16 Uhr  pädagogische Betreuung und  drei Mahlzeiten pro Tag erhalten, die nach ernährungswissenschaftlichen Gesichtspunkten zusammen­gestellt sind. In diesen Kinderhorten können unterernährte Kinder ihre Kräfte aufbauen, Entwicklungsrückstände ausgleichen und unter der Anleitung der Kindergärtnerinnen zu gesunden und sozial integrierten jungen Menschen heranwachsen.

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Heute betreut das Programm 250 Kinder in 4 Horten und einer Essstätte. In einem der  Kinderhorte wird das Essen für alle  zubereitet und mit Mototaxis an die verschiedenen Stellen verteilt. In geschickter Zusammenarbeit  werden auf engem Raum die Mahlzeiten zubereitet. Die Stiftungsmitglieder, ihre Freunde und andere engagierte Spender finanzieren das  Essen, die pädagogischen und ernährungsorientierten Fachkräfte und  Spiel- und Arbeitsmaterialien für die Kinder. Die Leitung aller vier zur Stiftung gehörigen Kinderhorte hat eine Pädagogin und Ernährungsberaterin inne, die die Horte seit ihrer Gründung 1990  begleitet. Eine aus Deutschland kommende „Voluntaria“ arbeitet jeweils für ein Jahr mit dem Team mit. Dieser junge und frische Impuls ist sehr wichtig und wertvoll für das Programm.

Man kann sagen dass dieses Projekt von Anfang an unter einem guten Stern stand. im Gegensatz zu vielen andern Projekten, die mit der Zeit frische  Impulse und damit Geldgeber verlieren, hat dieses Programm immer wieder neue Unterstützung  gefunden. Längst sind die Gründungsmitglieder nicht mehr mit dabei, aber es wurde Ersatz gefunden und das Projekt steht weiterhin auf einer soliden Basis. Das überzeugende Argument des Projekts und die durchgehende Unterstützung der Pfarrei San Jose sind der rote Faden dieses Unternehmens.

Im August 2012; 32 Jahre nach der Gründung  hat  eine neue Phase begonnen. Es wurde beschlossen das Projekt zu institutionalisieren. Es wurde eine offiziell eingeschriebene “Asociación“ gegründet. Die Kindergärtnerinnen kommen endlich in ein Lohnsystem mit entsprechender Sozialversicherung  und die Struktur des Organigramms wurde festgelegt.

Wir hoffen sehr, dass auch diese neue Phase unter einem gutem Stern stehen wird.

Susi Spittler

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